Schneewald

Wir lieben den Schnee!
Für mich ist Schnee der große Gleichmacher. Er zeigt mir visuell das, was meiner Hündin tagtäglich in die Nase kommt. Endlich, für einige wenige Tage im Jahr, haben wir eine gemeinsame Sprache und können unsere Erlebnisse teilen.

Auf Spurensuche im Schnee

Unsere letzte Winterwanderung über Feldwege hat uns auf dem Weg in den Wald etwas interessantes gezeigt: Spuren im Schnee.
Die Fotos wurden mit einer Handykamera aufgenommen.
Bei dem folgenden Foto habe ich mir ordentlich den Kopf gekratzt. Erst habe ich gedacht: "oh, schön, zwei Füchse auf Wanderung". Aber dann ergeben die Fährten keinen Sinn. Also bin ich allen Fährten eine Weile gefolgt und habe sie mir in Ruhe angesehen. Eine mögliche Lösung habe ich gefunden.
Besonders berührt mich hier, wie selbstverständlich der Fuchs denselben Feldweg verwendet wie ich. Auf Wegen geht es sich auch für Füchse offensichtlich leichter. 

Mögliche Erklärung: 
Blaue Pfeile: der Fuchs kam dem Betrachter entgegen (1), bog dann nach rechts ab (2), verweilte kurz an der Hasenspur (grüner Kreis), setzte seinen Weg fort und verließ den Bildausschnitt (3).
Braune Pfeile: der Fuchs kehrte zurück in den Bildausschnitt, kreuzte die Hasenspur (4) und traf direkt auf seine ursprüngliche Fährte. Er lief in Richtung oberer Bildausschnitt (obere 4).
Schwarze Pfeile: Neue Richtung. Fuchs biegt scharf nach rechts ab, dreht wieder um und läuft parallel zu seiner ursprünglichen Fährte in Richtung des Betrachters zurück (6), er verlässt den Bildausschnitt wieder.
Gelbe Pfeile: Fuchs kommt abermals zurück in den Bildausschnitt. Folgt wieder seiner eigenen Fährte (7), bis er am gelben Pfeil Nummer 8 nach rechts auf das Feld abdreht.

Diese Abfolge macht tatsächlich Sinn, wenn man den Spuren aus Sicht des Fuchses folgt. Der spannende Teil liegt entlang der Fuchsfährte außerhalb des Bildausschnitts, der Fuchs kam für den Betrachter "von oben" aus Richtung des Waldes.

Ein Fuchs kommt aus dem Wald und geht auf Wanderschaft über einen Feldweg. An einem Mauseloch (rechts im Bild) hat der Fuchs Jagderfolg: etwas Blut und Kot sind sichtbar. Der Fuchs wandert weiter.

Er stöbert an mehreren Mäusegängen. Möglicherweise erwischt er hier noch eine Maus. Dann ist er müde. Dieser Fuchs legt sich erstmal gemütlich hin. Sein Schlafplatz liegt mitten auf dem Feldweg.

Ein paar Haare hat der Fuchs hinterlassen. Nach seiner Pause ist er weiter in Richtung des großen Bildes (siehe oben) gewandert. Unterwegs dorthin hat er eine Visitenkarte (Losung) hinterlassen.

Waldwandern mit Maui

Beim wandern durch den Winterwald haben wir den Ruheplatz eines Rehs entdeckt.
Die Fotos wurden mit einer Handykamera aufgenommen.

Der Ruheplatz eines Rehs. Freundlicherweise hat das Reh vor der Weiterwanderung hineinuriniert, der Geruch war noch deutlich wahrzunehmen. 

Bei näherer Betrachtung waren einige Haare im Ruheplatz zu entdecken. Hellbraun, recht lang und dick. Winterfell.

Ein paar Schritte weiter gab es noch eine zweite Visitenkarte: Winterlosung, welche das Reh beim weiterwandern hinterlassen hat.

Hier hatten wir noch einmal Glück: dies ist der Abdruck eines Raubvogels. Er hat ganz definitiv Jagdglück gehabt und Beute geschlagen, im Schnee waren Blutstropfen zu finden.